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Glücksspielbarometer 1/2017

Online-Glücksspieler vom Staat im Stich gelassen

• Mangelnde Regulierung und fehlende Aufklärung kriminalisieren die Bürger

• 36 % haben in den letzten 12 Monaten online um Geld gespielt, entweder Poker, Black Jack, Baccara, Roulette oder Automatenspiele

• Nur 5 – 7 % sind sich bewusst, dass die Teilnahme am Online-Glücksspiel um Geld überwiegend verboten ist

 
Laut aktuellem Glücksspielstaatsvertrag ist Online-Glücksspiel in Deutschland verboten, denn der Staatsvertrag sieht keine bundesdeutschen Online-Casino Lizenzen vor. Nur wenige Ausnahmen mit einer Lizenz aus Schleswig-Holstein sind beschränkt auf dieses Bundesland zugelassen. Wer also am Online-Glücksspiel teilnehmen möchte, für den ist die rechtliche Situation schwer zu überblicken. Online-Spieler laufen damit schnell Gefahr, sich strafbar zu machen oder sich größeren Risiken durch unseriöse Anbieter auszusetzen.

Diese Situation spiegelt sich auch in den Ergebnissen des aktuellen Glücksspielbarometers wieder: 36 % der Bundesbürger geben an, dass sie in den letzten 12 Monaten an einem Online-Glücksspiel um Geld, Poker/Black Jack/Baccara, Roulette oder einem Automatenspiel, teilgenommen haben. Am häufigsten werden im Internet Lotto und Rubbellose frequentiert, die ausschließlich von staatlichen Lotto-Anbietern legal sind: 61 % spielten in den letzten 12 Monate mindestens einmal Lotto und 52 % kauften Lose/Rubbellose via Internet. Doch illegale Glücksspiele im Internet nehmen weiter zu: 27 % spielten dort Automatenspiele, 22 % Poker/Black Jack/Baccara und 18 % Roulette.

Das Unrechtsbewusstsein ist dabei kaum ausgeprägt. Nur 7 % wissen, dass Roulette, oder Poker/Black Jack/Baccara im Internet verboten und damit illegal sind. Nur 5 % halten Automatenspiele im Internet um Geld für verboten. Alle anderen sind überzeugt, dass Online-Glücksspiele entweder grundsätzlich erlaubt, also legal, oder nur noch nicht staatlich geregelt sind. Die Regulierungslücke lässt Online-Spieler im Zweifelsfalle in die Falle tappen: Niemand schützt sie, wenn unseriöse Anbieter von einem Tag auf den anderen vom Markt verschwinden und z. B. keine Guthaben mehr auszahlen.

Während eine Vielzahl von legalen Spielhallen schon bald den Abstandsregelungen der Landesspielhallengesetze zum Opfer fallen dürften, ist Online-Glücksspiel zunehmend überall und zu jeder Zeit verfügbar – ganz ohne jeglichen Verbraucherschutz. Je nach Spielform nutzen bereits heute maximal 50 % neben stationären Geräten auch Smartphone und Tablet, um ihre Geldeinsätze online zu tätigen. Sie setzen dabei Geldbeträge von durchschnittlich 18,42 € pro Spielsession. Obergrenzen für Einsätze und Gewinne sowie feste Gewinnquoten gibt es im unregulierten Reich der Online-Casinos nicht. Zertifizierte und regulierte Spielhallen mit professionellen Spielerschutzkonzepten müssen dagegen schließen. Daher wünschen sich 94 %* eine verpflichtende professionelle Alterskontrolle auch für das Online-Glücksspiel. Das wäre auch aus Sicht von Suchtexperten eine sinnvolle Maßnahme, die sich aber nur im Rahmen einer Legalisierung und einer bundesweiten bzw. EU-weiten Regulierung umsetzen ließe.

Für das Glücksspielbarometer wurden von der Smartcon GmbH in Mainz im Auftrag der LÖWEN ENTERTAINMENT GmbH im Januar 2017 insgesamt 1004 Online-Interviews
geführt. Die Stichprobe war dabei repräsentativ für die Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik Deutschland. (661 Teilnehmer der Online-Umfrage hatten mindestens einmal in den letzten 12 Monaten am Glücksspiel teilgenommen, 343 Teilnehmer hatten dies in den letzten 12 Monaten vor der Befragung nicht getan).

*Ergebnisse aus dem Glücksspielbarometer 3/2016.

Abdruck honorarfrei – Belegexemplar erbeten

 

Details zum Glücksspielbarometer 1/2017 finden Sie hier.

Das Bild zum Glücksspielbarometer finden Sie hier.

Kontakt Methode und AuswertungProf. Dr. Oliver Kaul
Academic Board Smartcon GmbH
Hauptstraße 17-19 Altes Panzerwerk, Geb. 6343, 55120 Mainz
Tel.: 06131 94519-0
E-Mail: oliver.kaul@smartcon.de
http://www.smartcon.de

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