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Glücksspielbarometer 3/2017

Große Akzeptanz für nationale, spielformübergreifende Spielersperre

• 81 % der Bevölkerung halten Sperrdateien für die Erfassung und Sperrung von Spielern mit pathologischem Spielverhalten für sinnvoll - idealerweise deutschlandweit (75 %) und für alle Formen von Glücksspiel (82 %)

• Spielgäste in Spielhallen bevorzugen Selbstsperren, die ihre persönliche Autonomie wahren

• Zutrittskontrollen in Spielhallen zur Durchsetzung des Spieler- und Jugendschutzes werden von 88 % der Bevölkerung positiv bewertet

Im Rahmen des aktuellen Glücksspielbarometers sind 81 % der Bevölkerung der Auffassung, dass eine Sperrdatei eine gute Idee ist, um Spielgäste, die unkontrolliert spielen, effektiv zu schützen. 75 % halten eine solche Sperrdatei für sinnvoll, wenn sie deutschlandweit funktioniert. 82 % würden sich eine Sperrdatei wünschen, die alle Formen des Glücksspiels beinhaltet.
82 % der Bevölkerung und 84 % der Spielgäste geben einer selbstbestimmten Selbstsperreden Vorzug. Aufgrund der unterschiedlichen Landesspielhallengesetze gelten in den Bundesländern aktuell sehr unterschiedliche Regelungen bezüglich Sperrdateien zur Sperre von Spielern mit pathologischem Spielverhalten. In Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sind zentrale Sperrsysteme - auch für das gewerbliche Glücksspiel - bereits eingerichtet oder geplant. In anderen Bundesländern besteht nur die Möglichkeit, sich standortbezogenfür einzelne Spielhallen sperren zu lassen oder es liegen gar keine entsprechenden Regelungen vor.

68 % der Spielgäste wissen von der Existenz von Sperrdateien. Einige (7 %) sind sich jedoch nicht ganz sicher oder haben noch nichts (25 %) über das Thema Sperrdatei gehört oder gelesen. „Die Unsicherheiten sind auch ein Resultat des deutschlandweiten Flickenteppichs zum Thema Sperrdatei, der für Spielgäste nur schwer nachvollziehbar ist, denn mit den Landesspielhallengesetzen sollte ja der Spielerschutz verbessert werden. Wie die Umfrage zeigt, werden überregionale und spielformübergreifende Sperrdateien positiv bewertet und könnten sicher helfen, den Spielerschutz weiter zu verbessern“, kommentiert Dr. Daniel Henzgen, Bevollmächtigter der Geschäftsführung für Politik und Außenbeziehungen bei LÖWEN ENTERTAINMENT die Ergebnisse der Befragung.

Zugangskontrollen haben neben dem Abgleich mit Sperrdateien auch die Aufgabe, den Jugendschutz konsequent umzusetzen. 88 % der Bevölkerung befürworten Zugangskontrollen in Spielhallen ganz generell. Bezüglich der Art der Zugangskontrollen haben Spielgäste vorallem schon Ausweiskontrollen durch das Hallenpersonal (67 %), Augenscheinkontrollen durch das Hallenpersonal (59 %) oder ein Einlesen des Personalausweises in ein Scangerät (36 %) erlebt. Das Ergebnis, dass jüngere Spielgäste im Alter von 18 – 29 Jahren Kontrollen - unabhängig von der Art der Kontrolle - häufiger erlebt haben, spricht für eine konsequente Umsetzung des Jugendschutzes in legalen Spielhallen. Herkömmliche Kontrollmechanismen anhand des Personalausweises oder einer Spielerkarte ohne vorherige Registrierung beim erstmaligen Betreten der Spielhallen werden von Spielgästen gegenüber Kontrollen mit vorheriger
Datenspeicherung deutlich bevorzugt. 66 % geben an, dass ihnen der vertrauensvolle Umgang mit Spielerdaten wichtig ist. 92 % der Spielgäste sehen im Mitführen des Personalausweises oder einer Spielerkarte gar kein Problem (69 %) oder nur ein geringes Problem (23 %).

Für das Glücksspielbarometer wurden von der Smartcon GmbH in Mainz im Auftrag der LÖWEN ENTERTAINMENT GmbH im August/September 2017 insgesamt 1.000 Online- Interviews geführt. Die Stichprobe war dabei repräsentativ für die Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik Deutschland. Zusätzlich wurden 39 Spielgäste eines Spielgäste-Panels online befragt. Ergebnisse zur Meinung von Spielgästen beziehen sich auf n=164.

 

Kontakt Methode und Auswertung
Prof. Dr. Oliver Kaul
Academic Board Smartcon GmbH
Hauptstraße 17-19 Altes Panzerwerk, Geb. 6320, 55120 Mainz
Tel.: 06131 94519-0
E-Mail: oliver.kaul@smartcon.de
http://www.smartcon.de

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