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Online-Glücksspiel: Studie belegt politischen Handlungsbedarf

• Der Online-Glücksspielmarkt ist weltweit in den vergangenen zehn Jahren von 15 Milliarden auf 40 Milliarden Euro gewachsen.

• Ein Großteil findet im nicht-regulierten Markt statt. Um den Schwarzmarkt einzudämmen, sind klare staatliche Regulierungen nötig.

• Verbraucher wollen Sicherheit und Transparenz: Vertrauen in System und Anbieter ist noch wichtiger als ständige Verfügbarkeit.

 

Die Digitalisierung ist eine der größten Herausforderungen für Menschen und Unternehmen unserer Zeit. Der Frage, welche Folgen das für den Glücksspielmarkt hat, geht das Handelsblatt Research Institut (HRI) in seiner neuesten Studie "Die Digitalisierung des Glücksspiels" nach. Die Ergebnisse wurden jetzt in Düsseldorf vorgestellt.

Die Nachfrage nach Online-Glücksspielen wird kontinuierlich größer und auch in den kommenden Jahren immer weiter steigen. Das untermauert die HRI-Studie, die wissenschaftliche Einblicke in ein weltweit rasant wachsendes Glücksspiel-Segment gibt und die Herausforderungen beleuchtet, die dadurch für die Regulierung in Deutschland entstehen. So haben sich die Bruttospielerträge des Online-Glücksspiels laut den Erhebungen des Teams um Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Institutes, von 15 auf 40 Milliarden Euro nahezu verdreifacht. Dabei entfällt die Hälfte des globalen Online-Marktes auf Europa.

In Deutschland liegt der Online-Anteil am Glücksspielmarkt bereits bei 16 Prozent. Allerdings stammen 87 Prozent des Angebotes hierzulande aus dem nicht-regulierten, illegalen Markt. Da der Online-Glücksspielmarkt für Verbraucher nur schwer zu durchschauen und relativ intransparent ist, schätzt eine Mehrheit die Legalität von Glücksspielangeboten falsch ein.

 "Jeder dritte Deutsche hat bereits an Online-Glücksspielen teilgenommen. Doch viele Verbraucher wissen gar nicht, dass sie bei Anbietern ohne deutsche Genehmigung spielen. Sicherheit und Transparenz sind für sie aber wichtiger als das Angebot immer und überall nutzen zu können. Dafür müssen die Kunden den Anbietern vertrauen können. Die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, ist eine der großen Herausforderungen der Zukunft", sagt Andreas Kötter, Sprecher der Geschäftsführung von WestLotto.

Die Analyse der Experten des Handelsblatt Research Institutes bietet sowohl den Marktteilnehmern als auch der Politik eine verlässliche Datenbasis zur weiteren Diskussion. Beauftragt wurde sie von den führenden deutschen Glücksspielanbietern im Lotterie- und Automatensektor WestLotto und LÖWEN ENTERTAINMENT.

Dr. Daniel Henzgen, Bevollmächtigter der Geschäftsführung für Politik & Außenbeziehung bei LÖWEN ENTERTAINMENT, unterstreicht: "Die vorgelegte Studie trägt dazu bei, dass die Veränderung des Glücksspielmarktes im digitalen Zeitalter weiter in den Fokus des politischen Prozesses rückt. Eine Entwicklung, die alle Akteure vor Herausforderungen stellt, aber auch Chancen bietet."

Eine klare staatliche Regulierung ist das beste Mittel gegen illegale Angebote im Online-Glücksspielmarkt. Das belegt die Analyse des HRI. Im internationalen Vergleich, setzen Länder wie Dänemark und das Vereinigte Königreich auf eine klare Regulierung des Online-Glücksspiels. Dadurch lenken sie nahezu den gesamten Online-Markt in regulierte Bahnen. Als Folge wurden legale Anbieter gestärkt und der illegale Markt massiv zurückgedrängt. Das zeigt, dass klare staatliche Regulierungen notwendig sind, um den Schwarzmarkt einzudämmen.

So betonen die Autoren der Studie, Dr. Sven Jung, Dr. Jan Kleibrink und Prof. Dr. Bernhard Köster, im Resümee der Arbeit: "Mit der Digitalisierung des Spiels werden auch neue technische Möglichkeiten im Bereich des Responsible Gaming verfügbar." Dazu zählen etwa digitale Authentifizierungssysteme und Datenanalysen des individuellen Spielverhaltens, die problematische Spielmuster erkennen können. Entscheidend sei daher, Aspekte des Responsible Gamings sowie den Datenschutz konsequent umzusetzen.

"Die Arbeit des HRI macht deutlich, dass wir auch im Bereich des Online-Glücksspiels einen klar regulierten Markt benötigen. Dieser muss ein qualitativ hochwertiges Angebot, das sich an den Maßgaben des Jugend- und Spielerschutzes ausrichtet, zur Maxime haben", kommentiert Dr. Daniel Henzgen die Ergebnisse.

Die gerade veröffentlichte Studie ist bereits die zweite Untersuchung des Handelsblatt Research Instituts, die sich mit dem Glücksspielmarkt beschäftigt. Die zuvor im April vorgestellten Ergebnisse beleuchteten den Glücksspielmarkt in Deutschland unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Auch da arbeiteten der führende deutsche Anbieter im Lotteriesektor WestLotto und der führende deutsche Anbieter im Automatensektor LÖWEN ENTERTAINMENT eng zusammen. Die gemeinsame Initiative zwischen einer staatlichen Lotteriegesellschaft und einem Anbieter des gewerblichen Automatenspiels ist einmalig im deutschen Glücksspielmarkt. Sie fußt darauf, dass sowohl das staatliche als auch das gewerbliche Glücksspiel vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Die Studie steht hier zum Download für Sie bereit.

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Unternehmenskommunikation und Presse

Simon Obermeier
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